Wir über uns

Konfession: römisch-katholisch
Diözese: Speyer/Rhein
Dekanat: Bad Dürkheim/Weinstraße
Pfarrverband: Neustadt an der Weinstraße
Politische Gemeinde: Neustadt an der Weinstraße, Ortsteil Hambach
Katholische Nachbargemeinden: St. Pius (Neustadt), St. Remigius (Neustadt-Diedesfeld)
Protestantische Nachbargemeinde: Protestantische Paulusgemeinde (Neustadt)
Anzahl der Kirchenmitglieder: rd. 2.200
Zur Zeit rd. 30 Aktivitäten und Gruppierungen
Seelsorgerliche Leitung: Pater Horst Steppkes, SCJ
Adresse: Freiheitstraße 2, 67434 Neustadt-Hambach

Die St. Jakobus Kirche, Mittelpunkt unserer Kirchengemeinde liegt auf einem im Mittelalter sehr bedeutenden, mehrere tausend Kilometer langen Pilgerweg, der sich von Prag über Speyer und Metz quer durch Frankreich bis nach Nordspanien zum Grabmal des heiligen Jakobus in Santiago di Compostella erstreckt. Jakobus dem Älteren geweiht, kann sie als Etappenkirche gelten.

Mit seiner im Jahre 1274 fertiggestellten, weithin sichtbaren und die Rheinebene beherrschenden Kirche besitzt Hambach ein idyllisches Relikt aus alten Tagen. Schon 1221 gab der Bischof Konrad von Speyer Anweisung, aus der bereits im 9. Jahrhundert existierenden Holzkirche, eine steinerne zu errichten.

Gelegen ist sie auf dem „Kirchberg“, einem der Ostseite des Haardtgebirges vorgelagerten Hügel. Die malerisch von Weingärten umgebene Gottesstätte wird wegen ihrer Idylle und Schönheit häufig von angereisten Hochzeitspaaren aufgesucht, die ihrer Vermählung eine ganz besondere Note geben wollen.

Von der ursprünglich gotischen Kirche ist heute lediglich noch der Turm Originalbestandteil. Sein beachtliches Alter ist an den Fresken im Inneren erkennbar. Sie stammen aus dem 14. Jahrhundert.

Dass das barock ausgestattete Schiff ungleich jünger ist (1750), ist auf den ersten Blick ersichtlich:

Im Hintergrund ist auf dem Hochaltar das Bild des Patrons Jakobus abgebildet

 
Das fast 40 Jahre verschollene Bild zeigt den Apostel als Pilgersmann, in der Hand einen Stab, daran befestigt ein Brotbeutel, und auf der Brust eine Muschel als Trinkgefäß. Das Werk stammt von dem Bruchsaler Hofmaler Johann Lothar Schweickart und entstand um 1750. Das entspricht genau der Zeit, in der das Schiff der Kirche neu erbaut wurde. Es wurde Platz für zwei Seitenaltäre geschaffen, die sich prunkvoll mit jeweils sechs Ziersäulen in die Höhe erheben, um die Monumentalität (bzw. Größe und Pracht) des Hauptaltares zu unterstreichen. Mit dem um den Hauptaltar „rahmenbildenden“ Chorbogen, der das Schiff vom Chor abtrennt, bietet sich dem Zuschauer eine phantastische Optik.
 

Der Blick des Zuschauers erstreckt sich durch die auf­steigenden Formen der Altäre zur Decke, die ein Herzstück der hier gebotenen Kunst darstellt.

Der durch die Ursünde aus dem Paradies vertriebene Mensch wird durch den Kreuzestod Christi wieder mit Gott versöhnt. Der Himmel wird wieder erschlossen durch das Kreuz auf Golgatha. Hinten am Bild die Ankündigung Jesu: Mariae Ver­kündigung, und der Eintritt Jesu in die Welt: Christi Geburt. Die vordere Bildhälfte zeigt die Vollendung des Erlösungswerkes: Christi Tod am Kreuz. Unmittelbar unter dem Kreuz die unblutige Erneuerung des Kreuzes­opfers in der heiligen Messe mit den übrigen sechs Sa­kramenten als Gnadenmittel für die Menschen. In der Mitte Gott Vater und der Heilige Geist, von denen je ein Strahl zur Verkündigung, zur Geburt und zum Kreuz ausgeht. Das Bild soll das Zusammenwirken der heiligsten Dreifaltigkeit versinnbildlichen. Seine aufwärtsführenden Kompositionslinien führen alle zum Heiligen Geist und vereinigen sich dort.

Die Inschrift auf der Kartusche über dem Chorbogen stellt die Verbindung der Bilder von Schiff und Chor her. Sie lautet: “Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt!“.

 
Madonna mit Kind
 

Das steinerne Friedhofskreuz vor der Kirche (1731) mit Maria und Johannes zeugt noch von der Zeit, da um die Kirche ein Friedhof angelegt war (bis 1821).